Heute vor 17 Jahren: Das Wunder von Bratislava
- Von: haller
- Am: 10/05/2009 04:02:00
- In: WM Geschichte
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Heute vor 17 Jahren, am 10. Mai 1992, hatten die Schweizer erstmals seit 1953 wieder die Möglichkeit, an einer Weltmeisterschaft eine Medaille zu gewinnen. Aber sie verloren in Prag das Bronzespiel gegen die Tschechen nach einem 2:2-Zwischenstand (42. Minute) noch mit 2:5 und mussten die bittere Enttäuschung des undankbaren 4. Schlussranges schlucken. Das WM-Turnier ging als "Wunder von Bratislava" in die Schweizer Eishockey-Geschichte ein. Grund: Rund zwei Monate nach dem Olympia-Debakel in Albertville (10. Rang unter 12 Nationen), mit dem Finnen Juhani Tamminen an der Bande, eröffneten die nun von Bill Gilligan und John Slettvoll gecoachten Schweizer das Turnier in Bratislava mit zwei Exploits gegen Russland (2:2) und Kanada (1:1). Mit Siegen gegen Frankreich (6:5) und Norwegen (3:1) qualifizierten sie sich anschliessend für die Viertelfinals, wo sie mit einem 3:1-Erfolg gegen Deutschland unter die vier Topnationen vorstiessen. Den Halbfinal gegen Schweden verloren sie nach einem 0:3-Rückstand nach nur 13 Minuten mit 1:4 und das Bronzespiel gegen die Tschechen mit 2:5. Die herausragenden Schweizer waren die beiden Goalies Reto Pavoni und Renato Tosio, der Verteidiger Sven Leuenberger und die beiden Stürmer Jörg Eberle und Patrick Howald.
Der selbstkritische Bill Gilligan vermochte sich der allgemeinen Euphorie nicht anzuschliessen. Auf die Frage, ob die Schweiz nun eine Spitzennation sei, antwortete der Amerikaner: "Nicht unbedingt. Wir sind nicht viel stärker als Frankreich oder Norwegen, die wir nur mit Müh’ und Not mit 6:5 und 3:1 bezwungen haben. Erst wenn wir einmal regelmässig Schweden, Kanada, Russland oder eine andere Eishockey-Grossmacht schlagen, dann können wir von einer Spitzennation Schweiz sprechen."
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Heute vor 5 Jahren: Roachs Penalties zu Bronze
- Von: haller
- Am: 09/05/2009 10:36:59
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Heute vor 5 Jahren, am 9. Mai 2004, gewann Team USA in Prag hinter Kanada und Schweden überraschend die Bronzemedaille. Die Überseer verdankten den 3. Schlussrang nicht zuletzt ihren starken Nerven. Im Viertelsfinal schlugen sie die Mannschaft der Gastgeber nach 60 Minuten regulärer Spielzeit und zehnminütiger Verlängerung im Penaltyschiessen mit 3:2. Nach der 2:3-Niederlage im Halbfinal gegen Schweden das gleiche Prozedere gleich nochmals im Spiel um den 3./4. Platz gegen die Slowakei. Das Spiel um Bronze stand nach 70 Minuten sogar 0:0 und wiederum setzten sich die Amerikaner im Penaltyschiessen durch. Ihr Held auf dem Weg zur Bronzemedaille war der Verteidiger Andy Roach. Sowohl gegen die Tschechen als auch gegen die Slowaken verwandelte er den alles entscheidenden Penalty. Er ist bis heute der einzige Spieler, der im Rahmen einer WM zwei siegbringende Strafstösse verwandelte. Andy Roach erhielt in der NHL eine einzige Chance. Nach dem Abstieg mit Lausanne in die NLB (2004/05) wechselte er zu den St. Louis Blues. Doch nach nur fünf Spielen kehrte er in die Schweiz zurück und landete mit den ZSC Lions erneut in den Playouts…
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Heute vor 15 Jahren: Gold dank Lucky Luc
- Von: haller
- Am: 08/05/2009 03:45:48
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Heute vor 15 Jahren, am 8. Mai 1994, konnten die Kanadier nach über drei Jahrzehnten wieder einmal stolz in den Spiegel schauen. Erstmals nach 33 Jahren waren sie Weltmeister geworden. Im Final in Mailand schlugen sie Finnland mit 2:1 nach Penaltyschiessen. Den alles entscheidenden Penalty verwandelte "Lucky" Luc Robitaille von den Los Angeles Kings, mit 1394 Skorerpunkten in 1431 Spielen noch heute der erfolgreichste Linksaussen der NHL-Geschichte. Dann stoppte der kanadische Torhüter Bill Ranford von den Edmonton Oilers den späteren NLB-Stürmer von GC, Mika Nieminen. Es war das erste Mal in der WM-Geschichte, dass ein Penaltyschiessen über Gold oder Silber entscheiden musste. Die Kanadier, die zwei Monate zuvor in Lillehammer (Nor) den Olympiafinal gegen Schweden nach Penaltyschiessen mit 2:3 verloren hatten, waren geradezu gierig auf den WM-Titel. Letztmals hatten sie diesen 1961 an der WM in Genf und Lausanne gewonnen. Die legendären Trail Smoke Eaters, die "Rauchfresser" aus Trail, bildeten die kanadische Nationalmannschaft. 33 Jahre danach hängte Kanadas Teamchef Glen Sather in der Garderobe in Mailand ein Originaltrikot der Trail Smoke Eaters auf, um die Spieler jeden Tag daran zu erinnern, was von ihnen erwartet wird.
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Heute vor 14 Jahren: Lupu, Tupu und Hupu mit Gold
- Von: haller
- Am: 07/05/2009 02:54:14
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Heute vor 14 Jahren, am 7. Mai 1995, schlug die Sternstunde des finnischen Eishockeys. Das erste und bisher einzige Mal Weltmeister, mit einem 4:1-Finalsieg gegen Erzrivale Schweden. Das Ganze in Schweden (Stockholm) und erst noch mit einem schwedischen Coach (Curt Lindström). Das Endspiel entschied eine blutjunge Angriffslinie praktisch im Alleingang: Jere Lehtinen (22-jährig; heute Dallas Stars), Saku Koivu (21; Montreal Canadiens) und Ville Peltonen (22; Florida Panthers). Das Trio spielte derart frech und unbeschwert, dass es mit den Walt-Disney-Figuren Tick, Trick und Track verglichen wurde - auf finnisch Lupu (Lehtinen), Tupu (Koivu) und Hupu (Peltonen). Ville Peltonen war im Goldmedaillenspiel gegen die Schweden der Matchwinner. Zwischen der 9. und 42. Minute schoss er drei Tore hintereinander und bereitete schliesslich auch noch das 4:0 vor. Elf Jahre später begeisterte Ville Peltonen auch die Schweizer Eishockeyfans, als er zusammen mit seinem Landsmann Petteri Nummelin und dem kanadischen Topskorer Glen Metropolit den HC Lugano zum Titelgewinn führte. Rund die Hälfte der finnischen Weltmeister-Mannschaft von 1995 spielte früher oder später in der NLA und der NLB: Torhüter Ari Sulander (ZSC Lions), Petteri Nummelin (Lugano, Davos), Janne Niinimaa und Erik Hämäläinen (beide SCL Tigers), Marko Kiprusoff (Kloten), Timo Jutila und Raimo Summanen (beide SC Bern), Mika Strömberg (Freiburg/Chur), Hannu Virta und Mika Nieminen (beide GCK Lions) und Ville Peltonen (Lugano).
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Heute vor 3 Jahren: Schwedens Start zum Double
- Von: haller
- Am: 06/05/2009 08:30:22
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Heute vor 9 Jahren: Lettlands historischer Triumph
- Von: haller
- Am: 05/05/2009 04:32:31
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Heute vor 9 Jahren, am 5. Mai 2000, feierten die Letten den bedeutendsten Triumph ihrer Eishockey-Geschichte. An der WM in St. Petersburg (Rus) schlugen sie erstmals den ?Grossen Bruder?, die Russen. Aleksandrs Belavskis (1) und Aleksandrs Semjonovs (2) erzielten die Tore zur 3:2-Sensation gegen eine erstklassig besetzte russische Mannschaft mit Ausnahmekönnern wie Pavel Bure (Florida Panthers), Alexei Jaschin (Ottawa Senators) und Valeri Kamenski (New York Rangers). Der Held der Letten war Torhüter Arturs Irbe vom NHL-Klub Carolina Hurricanes, der 95 Prozent aller Schüsse abwehrte. Am Ende der WM waren die Letten (8.) sogar erstmals vor den schwer enttäuschenden Russen klassiert (11.). In die A-Gruppe stiegen sie 1996 in Eindhoven (Ho) auf. Sie gewannen das WM-B-Turnier mit nur einem einzigen Punktverlust gegen die Schweiz (1:1), die aber das Startspiel gegen Weissrussland (2:4) verlor und diese Niederlage in den darauffolgenden sechs Spielen nicht mehr korrigieren konnte. Schlüsselspieler waren damals die beiden abschlussstarken Stürmer Olegs Znaroks und Harijs Witolinsh. In der Zwischenzeit sind sie zum Headcoach (Znaroks) und zum Assistenztrainer (Witolinsh) der WM-Mannschaft 2009 aufgestiegen.
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Heute vor 5 Jahren: Sayonara für Japan
- Von: haller
- Am: 04/05/2009 07:34:34
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Heute vor 31 Jahren: Beginn des Miracle on ice
- Von: haller
- Am: 03/05/2009 09:45:42
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Heute vor 26 Jahren: Das letzte WM Spiel von Tretjak
- Von: haller
- Am: 02/05/2009 10:59:55
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Heute vor 26 Jahren, am 2. Mai 1983, bestritt der russische Weltklassetorhüter Wjatscheslaw Tretjak an der WM in München sein 117. und letztes WM-Spiel. Das Team von Erfolgstrainer Wiktor Tichonow schlug die Kanadier mit 8:2 und sicherte sich den 19. WM-Titel. Tretjak war unter den Goalies eine Klasse für sich. In sieben Spielen mit vier Shutouts wehrte er 97,2 Prozent aller Schüsse ab, wurde in 420 Minuten nur vier Mal bezwungen und erreichte damit den phantastischen Gegentordurchschnitt von 0,57 pro Match. Der Offizier aus der Armeemannschaft von ZSKA Moskau mit dem Grad eines „Ausland-Diplomaten“ ist einer der erfolgreichsten Eishockeyspieler aller Zeiten. Seine Medaillensammlung von 1970 bis 84 ist einzigartig. WM: 10 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze. Olympische Spiele: 3 x Gold, 1 x Silber. EM: 9 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze. 1989 wurde Tretjak als erster russischer Spieler in die „Hall of Fame“ in Toronto (Ka) aufgenommen. Aber auch diese Ehrung konnte ihn nicht darüber hinwegtrösten, dass sein grösster Lebenstraum unerfüllt blieb. 1983 wurde er von den Montreal Canadiens gedraftet. Doch der „Eiserne Vorhang“ und das „Njet“ von Headcoach Tichonow verhinderten den Wechsel in die NHL. Nach dem Gewinn der Olympia-Goldmedaille 1984 in Sarajevo beendete Tretjak die Erfolgsgeschichte mit Tichonow im Streit und mit seinem Rücktritt. Heute ist der wohl beste Torhüter aller Zeiten russischer Verbandspräsident und sieht sich in Bern die WM an.
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Heute vor 16 Jahren: Abstieg nach dem Prager WM Fruehling
- Von: haller
- Am: 01/05/2009 01:54:02
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Heute vor 16 Jahren, am 1. Mai 1993, schlug eine der bittersten Stunden in der Schweizer Eishockeygeschichte. In München verloren die Eidgenossen nach einer 1:3-Blamage gegen Frankreich auch ihr zweites Relegationsrundenspiel gegen Norwegen mit 2:5 und stürzten in die WM-B-Gruppe ab. Und dies nur ein Jahr nach dem „Prager WM-Frühling“, einem sensationellen 4. Schlussrang 1992 in der Tschechoslowakei. Ausreden für das ernüchternde Abschneiden gabs eigentlich keine. Geführt wurde die Nationalmannschaft von Bill Gilligan und John Slettvoll, die in den vorangegangenen Jahren mit dem SC Bern und Lugano die Schweizer Meisterschaft dominiert hatten. Ihnen stand auch das Wunschkader zur Verfügung. Ein „Dream Team“, ein „Traum-Team“, das aber mit drei Zu-Null-Niederlagen gegen Kanada (0:2), Italien (0:1) und Russland (0:6) zur WM startete und im weiteren Turnierverlauf zu einem „Alptraum-Team“ wurde. Gilligan und Slettvoll hatten das „Heu nicht auf der gleichen Bühne“, zudem blieben die meisten, in der Schweizer Meisterschaft hoch gelobten Starspieler mehr oder weniger deutlich unter ihren Möglichkeiten. Verbandspräsident war damals der heutige Boss des Internationalen Eishockey-Verbandes, René Fasel. Der Aufsteiger aus Freiburg konnte jedoch den Abstieg auch nicht verhindern. Über die Zukunft von Headcoach Bill Gilligan liess er nicht mit sich diskutieren: „Sein Vertrag läuft weiter, er ist für nächste Saison gesetzt.“ War er nicht. 1994 an der B-WM in Kopenhagen hiess der Headcoach Hans Lindberg und er schaffte den sofortigen Wiederaufstieg.
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