Andres Ambuehl ist einen Schritt voraus
- Von: federer
- Am: 19/09/2009 13:00:29
- In: Wild Wild West
- Kommentar: 6
Andres Ambühl hielt sich nicht lange im Vorbereitungscamp der New York Rangers. Bereits beim ersten Cut wurde der Davoser Meisterspieler in die American Hockey League (AHL) zu den Hartford Wolfpack geschickt. Ambühls Konterpart, Daniel Steiner, ist in Columbus noch im Rennen. Ist Steiner nun einen Schritt näher an der NHL als Ambühl? Keinesfalls.
Ambühl wurde so schnell und diskussionslos in die AHL abgeschoben, weil er in den Plänen der Rangers eben eine Rolle spielt. Diesen Status muss sich Steiner in Columbus erst erarbeiten.
Vorbereitungscamps in der NHL gehören zu den wohl härtesten Bewährungsproben im Profieishockey. Nirgends trifft der Spruch "Fressen und Gefressen werden" mehr zu als in den gnadenlosen Ausscheidungsschlachten von NHL-Teams.
Getreu dem Gesetz der Zahlen rechnen wir Ihnen dabei vor: Daniel Steiner versucht, einer von gut 60 Spielern zu sein, die einen von 25 Kaderplätzen erlangen. Oder Ambühl einer von knapp 40 für einen Kader von 25. In Tat und Wahrheit sind die Chancen, in einem NHL-Vorbereitungscamp zu reussieren, noch viel kleiner. Denn diese politisch korrekte Rechnung schliesst Starspieler wie Rick Nash in Columbus oder Chris Drury in New York ein. Sie sind, wie ca. 19 weitere ihrer Teamkollegen, für ihr NHL-Team gesetzt. Das Vorbereitungscamp ist für sie eine willkommene Chance, sich die Golfschuhe abzugewöhnen und wieder auf Tuchfühlung mit ihren Schlittschuhen zu gehen. Mit der Ruhe eines siegessicheren Champions kursieren sie durch den Teamzusammenzug, der für Spieler wie Daniel Steiner oder eben Andres Ambühl einen blanken Verdrängungskampf bedeutet.
Ambühl mass sich demnach in New York nicht mit 40 Spielern um 25 Plätze, denn 20 Spieler sind in New York für die Rangers gesetzt. Es verbleiben 20 Spieler, die sich um 5 restliche Kaderplätze duellieren. Die Erfolgschancen minimieren sich da auf mathematische 25 Prozent.
Und doch ist Ambühl in der AHL schon Meilen weiter als Steiner in der NHL. Denn der Grundsatzentscheid, mit Andres Ambühl zusammenzuarbeiten, ist in New York längst gefallen. Die Rangers statteten den Bündner mit einem Entry Level Vertrag aus und glauben daran, dass sich die Investition in die Flügelfräse lohnen wird. Das Team hat seine Hausaufgaben längst gemacht, im Rahmen der Schweizer Meisterschaft und vorallem bei Einsätzen von Ambühl in der Schweizer Nationalmannschaft wurde der Stürmer auf Herz und Nieren geprüft und für NHL-tauglich befunden.
Deshalb hielten sich die Rangers auch nicht unnötig lange mit Ambühl in ihrem Trainingscamp auf. Er hat den Eintrittstest längst bestanden. Im Vorbereitungscamp der Rangers haben die Verantwortlichen die Augen viel mehr auf Spieler gerichtet, die Ambühl noch einen Schritt hinterherhinken. Spieler wie Daniel Steiner in Columbus, die ihre Bewährungsprobe noch nicht bestanden haben und noch auf einen Vertrag in der NHL hoffen. Das hat Ambühl bereits hinter sich. Und seine Abschiebung in die AHL heisst nicht mehr – aber auch nicht weniger – als: "Wir kennen Dich, wir wissen was wir an Dir haben und wir glauben an Dich, Du gehörst zu unserem Team. Aber noch nicht jetzt."
Kommentar
Wäre es nicht ein Davoser würde man schreiben der häte keine Chance mehr...
Wenn Dein Arzt frei hat, solltest Du Dich jeweils informieren, wer ihn vertritt.
Manchmal habe ich das Gefühl, dem Federer ist langweilig, so dass er dann einfach mal was schreibt, auch wenn es ein sinnloser Schwachsinn ist.
Nun ist auch Daniel Steiner im AHL-Team, der nächste Bericht wird wohl sein, dass er seine Chance im gegensatz zu Ambühl verspielt hat und nun mit den SCL-Tigers im Gespräch sei.
bei der Verteidigung vom Meistertitel dabei sein.....
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