EHC Olten - SC Langenthal ist eine der heissesten Eishockeyrivalitäten der Schweiz. |
Der SC Langenthal hat dem EHC Olten für nächste Saison die beiden kanadischen Stürmer Jeff Campbell und Brent Kelly plus Mathis Brägger ausgespannt. Die Aufregung unter den Oltner "Powermäusen" ist gross ("Mousegate"). Die Rivalität zwischen den Oltnern und den Langenthalern im Herzland zwischen Baregg und Grauholz ist eine der heissesten und besten in unserem Eishockey. Am 27. Dezember 2009 sahen beispielsweise 6500 Fans die Partie EHC Olten gegen den SC Langenthal.
Logisch, dass dieser Transfercoup für Aufregung sorgt. Und ebenso logisch ist es, dass auch die Berichterstattung von slapshot.ch als Provokation empfunden wird. Denn slapshot.ch hat auch in diesem Falle exklusiv Zugang zu Insiderinformationen. Auch wenn es die Oltner anders sehen (was ihr gutes Recht ist): Unsere Informationen sind wasserdicht und bäumig recherchiert.
Die Oltner sind mit unserer Berichterstattung nicht einverstanden und haben mit einem entsprechenden Beitrag unter dem Titel "Jetzt erst recht!" auf der eigenen Homepage reagiert. Wir möchten unseren Lesern die Oltner Replik nicht vorenthalten. Zur Erklärung: Beim erwähnten "Berner Journalisten" handelt es sich um Klaus Zaugg.
Nun mögen es die Hockeygötter in ihrer Weisheit so steuern, dass es zum NLB-Playoff-Viertelfinale EHC Olten gegen den SC Langenthal kommt.
Die offizielle Mitteilung des EHC Olten:
Nachdem gestern auf der Internetseite «slapshot.ch» von einem Berner Journalisten gewisse (Falsch-) Aussagen als Facts dargelegt wurden, sieht sich der EHC Olten veranlasst, in der Akte «Campbell / Kelly» einen ergänzenden Kommentar zur Pressemitteilung abzugeben.
Jeff Campbell und Brent Kelly spielen bereits heute – gemessen an den Oltner Verhältnissen – für ein sehr gutes Gehalt beim EHCO.
Den beiden Agenten von Jeff Campbell und Brent Kelly wurde erstmals im November 2009 eine gegenüber diesem Jahr deutlich verbesserte Offerte für eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre unterbreitet.
Daraufhin wurde dem EHCO beschieden, dass man Offerten erwarte, die signifikant besser seien. Gleichzeitig wurde aber betont, dass es den Kanadiern beim EHCO ausgezeichnet gefalle und sie deshalb sehr gerne in Olten bleiben würden.
Die Verantwortlichen haben in der Folge nie aufgesteckt und nichts unversucht gelassen, um die beiden Stürmer an den EHCO zu binden. Man blieb mit den Agenten laufend im Kontakt und dank der grosszügigen Zusagen von verschiedenen Freunden des EHC Oltens gelang es schliesslich, ihnen ein nochmals beträchtlich verbessertes Angebot zu unterbreiten.
Der dänische Agent von Brent Kelly fand am letzten Wochenende keine Zeit, um mit den Verantwortlichen des EHC Olten darüber zu sprechen. Dies mit der Begründung, dass er nun den Transfer von Kevin Estrada zum SC Langenthal abwickeln müsse.
Der nordamerikanische Agent von Jeff Campbell liess den EHCO am Sonntag Abend per E-Mail wissen, dass er das Angebot verdanke, man sich aber erst nach den Playoffs definitiv damit auseinander setzen wolle.
Am Mittwoch, 3. Februar 2010, setzte dann die Vereinsführung des SC Langenthal den EHCO in Kenntnis, dass Campbell, Kelly und Brägger bei ihnen unterschrieben hätten.
Diese Information wollte der EHCO seinen treuen Fans, Freunden und Gönnern nicht vorenthalten. So wurde am nächsten Tag zunächst die 1. Mannschaft und unmittelbar danach, um 12.00 Uhr, die Öffentlichkeit orientiert.
Die im Bericht von «slapshot.ch» genannte Lohnsumme ist schlecht recherchiert. In Kenntnis der effektiv vertraglich vereinbarten Gehälter, welche klar ausserhalb der Möglichkeiten des EHCO liegen, ist es durchaus nachvollziehbar, dass die beiden Profis da nicht widerstehen konnten. Weniger beeindruckend war für den EHCO hingegen das Verhalten ihrer Spieleragenten.
Das Team hat bereits im gestrigen Spiel gegen Lausanne gezeigt, dass es mit der nicht einfachen Situation umgehen kann und weiterhin alles für den Erfolg tut. Der EHCO bedauert die Abgänge von Jeff Campbell und Brent Kelly, ist aber davon überzeugt, dass die Beiden weiterhin ihre Leistung bringen werden.
Der EHCO hofft, dass die Fans, Freunde und Gönner auch weiterhin bereit sind, das Team mit voller Kraft zu unterstützen.