Post-Game Report von Martin Steinegger
Nach den beiden Spielen vom Wochenende hatten wir den Montag zur freien Verfügung. Einzige Auflage war, dass jeder Spieler den Tag durch etwas für seine Fitness tut. Einige von uns nutzen den Tag, um ein wenig in der Stadt herum zu flanieren. Die anderen, wie zum Beispiel ich, genossen den Tag im Hotel beim Karten spielen. Für einmal hiess das Spiel Poker, nicht Jassen. Wir konnten uns also ein wenig ausruhen, bevor es heute wieder mit voller Konzentration um die Vorbereitungen für das ¼ Final Spiel gegen Kanada ging.
Rückblickend auf die Spiele vom Wochenende gegen Dänemark und Russland möchte ich folgendes erwähnen:
Das Dänemark Spiel:
Gegen die Dänen spielten wir so, wie wir spielen müssen. Wir machten hartnäckig Druck auf den Puck, haben das Spiel immer gut kontrolliert und konnten dem Gegner dadurch das ?Leben? schwer machen. Unser Powerplay hat gut funktioniert, es gelang uns zwei wichtige Tore in Überzahl zu erzielen. Durch diese Führung kam Ruhe in unser Spiel. Gegen den Treffer von Jesper Damgaard konnte niemand etwas unternehmen, der Däne hat einen gewaltigen Schuss! Letztlich haben wir dieses Spiel verdient mit 4:1 gewonnen und uns den Einzug den ¼ Final gesichert.
Das Russland Spiel:
Was für eine Mannschaft! Die Russen spielen sensationell Eishockey. Leuten wie Malkin, Owetschkin (obwohl der sich bald mal verabschieden musste) und Kowaltchuk beim Hockey spielen zuzuschauen ist wirklich eine Freude. Ich denke, diese Spiel war für alle von uns ein Erlebnis. Wir wussten, dass wir den Russen keinen Raum geben dürfen. Bei dieser spielerischen Klasse, die das Team hat, hätten wir sonst einpacken können. Dadurch, dass wir aufsässig waren, den Körper einsetzten und uns nicht einschüchtern liessen, gelang es uns, die Russen zu ''nerven'', aus der Ruhe zu bringen. Das äusserte sich in Strafen, die sie kassierten, und auch darin, dass sich der eine oder andere manchmal nicht mehr ganz unter Kotrolle hatte. Leider konnten wir nicht über 60 Minuten konstant diese Linie spielen. Es gab immer wieder Situationen, in welchen wir dann doch zu weit weg vom Mann waren. Die Russen nutzen diese Gelegenheiten gnadenlos aus. Positiv für unser Selbstvertrauen ist bestimmt die Tatsache, dass wir gegen die Russen 3 Tore erzielen konnten. Natürlich, wir haben doppelt so viele erhalten. Aber gegen eine Team mit so kaltschnäuzigen Skorern wie zum Beispiel Kowaltchuk, der praktisch aus jeder Chance ein Tor erzielt, ist es äusserst schwierig, hinten dicht zu halten.
Mit dem Einzug in den ¼ Final haben wir die Erwartungen erfüllt. Nun geht es darum, einen Schritt weiter zu machen. Mit dem ¼ Final geben wir uns nicht einfach so zufrieden. Wir haben die Spiele gewonnen, die wir gewinnen mussten, jetzt möchten wir eine Überraschung schaffen!
Ich melde mich morgen wieder mit meinem Pre-Game Report zum ¼ Final Spiel gegen Kanada.
Mit lieben Grüssen aus Moskau Euer Martin ''Stoney'' Steinegger
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