41 Spiele und keine Niederlage - das ist die imponierende Bilanz Russlands (früher Sowjetunion) an Eishockey-Weltmeisterschaften in Moskau. Wenn die Serie nicht reisst, holt Russland erstmals seit 14 Jahren wieder den Titel.
Die ersten sechs Auftritte der "Sbornaja" am Heimturnier verliefen überzeugend. Aber heute Mittwoch beginnt mit den Viertelfinals die K.o.-Phase, in der die Russen in den vergangenen Jahren erhebliche Probleme bekundeten. Gegen Viertelfinalgegner Tschechien verlor Russland letzte Saison zwei bedeutende Spiele; 0:3 an den Olympischen Spielen im Spiel um Bronze, 3:4 nach Verlängerung an der WM in Riga in den Viertelfinals.
Wjatscheslaw Bykow, der russische Coach mit mehr als zehn Jahren Schweizer Vergangenheit, glaubt an den Titelgewinn: "Wir wollen die WM gewinnen und den Russen Ruhm und Ehre im Hockey zurückgeben. Drei Siege fehlen noch. Um diese Spiele zu gewinnen, braucht es aber mehr als Können, Ausdauer und harte Arbeit. Es braucht auch etwas Glück!" Auch deshalb machte der fünfmalige Weltmeister und zweifache Olympiasieger Bykow Peter Schastliwi zu seinem Captain, denn Schastliwi bedeutet im Russischen Glück.
Talent, um als erste Mannschaft seit der Sowjetunion vor 21 Jahren in Moskau auf eigenem Eis die WM zu gewinnen, ist im russischen Team ausreichend vorhanden. Alexander Owetschkin, Ilja Kowaltschuk, Alexander Frolow und Jewgeni Malkin erzielten diese Saison in der NHL alle über 30 Tore.
Wie Russland bestreitet auch Schweden gegen die Slowakei den Viertelfinal bereits am Mittwoch. Die Schweden mit nur einem NHL-Akteur (Alexander Steen) müssen auf der Hut sein, wenn die Titel-Serie (Olympia 2006, WM 2006) nicht abreissen soll. Die Slowakei verfügt mit Marian Hossa, Marian Gaborik, Miroslav Satan und Pavol Demitra über routinierte und torgefährliche Akteure in ihren Reihen.