"Es wird ein Test für unser Team. Wir sind bereit für diese Herausforderung", sagt der Schweizer Captain Mark Streit vor dem WM-Viertelfinal gegen das klar favorisierte Kanada von heute Donnerstag in Moskau.
Auf Schweizer Seite sind alle Spieler einsatzfähig; auch die zuletzt angeschlagenen Martin Steinegger (Schulterprellung) und Valentin Wirz (Hirnerschütterung) können mittun. Am Mittwoch wirkte im Gegensatz zum Vortag auch Wirz im 30-minütigen Eistraining mit. "Ich werde alle 21 Spieler für das Spiel gegen Kanada zur Verfügung haben", sagte Coach Ralph Krueger.
Krueger sprach von einer völlig veränderten Ausgangslage gegenüber dem letzten Schweizer Sieg gegen den Rekord-Weltmeister, jenem legendären 2:0 letztes Jahr an den Olympischen Spielen in Turin. "Damals gab es bei uns anschliessend ein Loslassen schon vor dem Viertelfinal. Das Team ist nun weiter angespannt und mit dem bisher Erreichten noch nicht zufrieden."
Ein Schweizer Vorkämpfer in Moskau war bislang Stürmer Andres Ambühl. Der Davoser bestätigte, dass nach den drei Ruhetagen in Moskau die Batterien wieder aufgeladen sind. Der Bauernsohn und zähe Haudegen findet, dass die Zeit für einen Vorstoss in die Top 4 reif sei. "Dafür müssen wir gegen Kanada defensiv gut stehen und effizient kontern."
Für Kanada spricht natürlich fast alles, für die Schweizer wenig. "Doch in einem einzelnen Spiel ist alles möglich", lautet der Tenor im Schweizer Lager. Für Captain Mark Streit ist es elementar, dass gegen die kanadische Wucht und Dynamik die Übersicht behalten und Ruhe bewahrt wird. "Und wir müssen unsere Schnelligkeit ausnützen." Damit die Schweizer den kanadischen Ansturm möglichst unbeschadet überstehen, wird wiederum eine überragende Leistung des bislang überzeugenden Jonas Hiller notwendig sein.